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UNSERE GESCHICHTE

Historischer Hintergrund

Karatedo Doshinkan wurde im Jahr 1969 in Wien, Österreich, von Hanshi 10. Dan Ichikawa Isao gegründet. Es ist eine Schule des traditionellen Karatedo, deren Wurzeln auf Okinawa, Japan, liegen – jenem Ort, an dem sich Karate als Kunst der wirksamen Selbstverteidigung und der persönlichen Vervollkommnung entwickelte.


Die Geschichte des Karate ist untrennbar mit dem ehemaligen Königreich Ryūkyū verbunden. Über viele Jahrhunderte hinweg pflegte Okinawa enge kulturelle und diplomatische Beziehungen zu China. Dadurch fanden chinesische Kampfkünste und philosophische Lehren Eingang in die einheimischen Kampfsysteme und prägten deren Entwicklung nachhaltig.


Noch bevor sich die heute bekannten Karatestile herausbildeten, wurden die okinawanischen Kampfkünste in verschiedenen regionalen Traditionen überliefert, darunter Shuri-te, Naha-te, Tomari-te und Udon-te. Jede dieser Schulen spiegelte die Geschichte, das gesellschaftliche Umfeld und die Lebensweise ihrer jeweiligen Region wieder. Aus ihren unterschiedlichen Prinzipien und Techniken entstand das Fundament des heutigen Karatedo.


Mit der Verbreitung des Karate von Okinawa auf das japanische Festland, setzte sich die Bezeichnung Karatedo – der „Weg der leeren Hand“ durch. Karatedo ist weit mehr als ein System der Selbstverteidigung. Es verkörpert die Ideale des Budo und fördert Disziplin, Respekt, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit sowie das lebenslange Streben nach persönlicher Vervollkommnung. Während das moderne Sportkarate weltweit große Verbreitung gefunden hat, misst das traditionelle Karatedo der Entwicklung von Körper, Geist und Charakter größere Bedeutung bei als dem sportlichen Wettkampf.


Karatedo Doshinkan bewahrt diese traditionelle Ausrichtung durch die Pflege und Weitergabe klassischer Kata, die über Generationen von Meistern überliefert wurden. Durch geduldiges und konsequentes Üben entwickeln die Schülerinnen und Schüler nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch Charakterstärke, Verständnis und innere Haltung. Der Weg des Karatedo ist ein lebenslanger Lernprozess, auf dem wahrer Fortschritt aus Hingabe, Ausdauer und dem Respekt vor der überlieferten Tradition erwächst.


*ausführlichere Informationen zur Geschichte des Karatedo Doshinkan werden im Buch von Hanshi 10. Dan Fujimoto-Stock Masako veröffentlicht.

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Begriffserklärung "Hanshi":
Der Titel Hanshi (範士) ist einer der höchsten Lehrer- und Ehrentitel im japanischen Budo. Er ist kein Dan-Grad, sondern eine Auszeichnung für außergewöhnliche Meisterschaft, Charakter und Lehrbefähigung.


Das Kanji setzt sich zusammen aus:
範 (han) = Vorbild, Muster, Norm
士 (shi) = Gelehrter, Meister, vorbildlicher Mensch


Im traditionellen Budo bedeutet der Titel weit mehr als technische Perfektion. Ein Hanshi verkörpert: höchste technische Meisterschaft, tiefes Verständnis der Kunst, außergewöhnliche Lehrfähigkeit, moralische Integrität, Bescheidenheit und Charakter, Verantwortung für die Weitergabe der Tradition.

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Hanshi 10th Dan Ichikawa Isao

24.12.1935 - 01.02.1996

Die Wurzeln des Karatedo Doshinkan reichen bis zu Hanshi 10. Dan Ichikawa Isao zurück, dem letzten Uchi-deshi (inneren Schüler) von Daishihan Toyama Kanken.

Bereits in jungen Jahren begann Hanshi Ichikawa Isao seine Ausbildung bei Toyama Sensei. Als dessen Uchi-deshi wurde er über viele Jahre hinweg nicht nur im regulären Unterricht ausgebildet, sondern lebte und lernte auch im unmittelbaren Umfeld seines Meisters. In dieser traditionellen japanischen Form der Meister-Schüler-Beziehung erhielt er eine intensive persönliche Unterweisung im Haus seines Lehrers, wobei ihm neben den technischen Fertigkeiten des Karate auch dessen Wissen, Erfahrung und Weisheit direkt weitergegeben wurden.

Toyama Kanken, der als einer der bedeutendsten Karatemeister seiner Zeit und als Bewahrer des traditionellen okinawanischen Karate gilt, erkannte schon früh die außergewöhnliche Begabung seines jungen Schülers.


Hanshi Ichikawa Isao zeichnete sich durch ein außergewöhnliches Verständnis von Bewegung, Timing und Technik aus. Er besaß die seltene Fähigkeit, Kata mit großer Genauigkeit zu beobachten, zu verinnerlichen und selbst anspruchsvolle Abläufe bereits nach einmaligem Sehen fehlerfrei wiederzugeben. Seine außerordentliche technische Präzision, sein außergewöhnliches Gedächtnis und seine natürliche Intuition für das Karatedo prägten sein gesamtes Leben und machten ihn zu einem herausragenden Meister seiner Kunst.


Als letzter Uchi-deshi seines Lehrers genoss Hanshi Ichikawa Isao dessen uneingeschränktes Vertrauen und höchste Wertschätzung. Kurz vor seinem Tod verlieh Toyama Kanken ihm den Grad des 10. Dan sowie den Ehrentitel Hanshi – eine Auszeichnung, die sowohl seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als auch seine tiefe Verbundenheit mit den Idealen des traditionellen Karatedo würdigte.


Nach dem Tod seines Lehrers ließ sich Hanshi Ichikawa Isao in Wien nieder und gründete dort im Jahr 1969 das Karatedo Doshinkan. Durch jahrzehntelange Lehrtätigkeit, sein persönliches Vorbild und seinen unermüdlichen Einsatz für die Bewahrung der traditionellen Prinzipien des Karatedo schuf er die Grundlage für die internationale Verbreitung und Weitergabe von Karatedo Doshinkan.


Seine Bescheidenheit, seine unerschütterliche Hingabe an die Lehre und seine außergewöhnliche Fähigkeit, Generationen von Schülerinnen und Schülern zu inspirieren, sind bis heute ein lebendiger Bestandteil seines Vermächtnisses.

Hanshi 10th Dan Ichikawa Nobuo

04.09.1941 - 06.03.2019

Über viele Jahre stand der damalige Shihan Ichikawa Nobuo seinem älteren Bruder, Hanshi Ichikawa Isao, eng zur Seite. Durch die tägliche Zusammenarbeit übernahm er nicht nur die technischen Inhalte des Karatedo Doshinkan, sondern verinnerlichte auch die Prinzipien, Werte und die Lehrphilosophie, die das Herzstück der Unterweisung seines Bruders bildeten. Die tiefe Achtung und Verbundenheit, die er ihm entgegenbrachte, prägten ihre Beziehung und blieben ein bestimmendes Merkmal seines gesamten Lebens.

Kurz vor seinem Tod im Jahr 1996 bestimmte Hanshi Ichikawa Isao seinen Bruder zu seinem offiziellen Nachfolger. Er verlieh ihm den Titel Hanshi sowie den 10. Dan und übertrug ihm damit die Verantwortung, die Lehre und Tradition des Karatedo Doshinkan zu bewahren und in seinem Sinne weiterzuführen.

Von 1996 bis zu seinem eigenen Tod am 6. März 2019 setzte Hanshi 10. Dan Ichikawa Nobuo das Lebenswerk seines Bruders mit großer Hingabe fort. Er widmete sein Leben der Weiterentwicklung und internationalen Verbreitung des Karatedo Doshinkan. Zahlreiche Reisen führten ihn in viele Länder, wo er Spezialtrainings leitete und sein umfassendes Wissen an Karateka aus aller Welt weitergab.

Für Hanshi Ichikawa Nobuo bedeutete Tradition niemals, die Vergangenheit unverändert zu bewahren. Unter seiner Führung wurden Kata und Techniken kontinuierlich erforscht, verfeinert und weiterentwickelt, ohne dabei ihre ursprünglichen Prinzipien zu verlieren. Seine Überzeugung brachte er häufig mit den Worten zum Ausdruck: „Doshinkan bewahrt nicht die Asche der Vergangenheit, sondern trägt ihre Flamme in die Zukunft.“

Die Weitergabe des Wissens erfolgte nach dem traditionellen Lernweg:

Maneru – Wakaru – Nareru
Nachahmen – Verstehen – Verinnerlichen

Diese Form des Lernens und der persönlichen Entwicklung entspricht dem im Budo bekannten Prinzip SHU – HA – RI und prägt das Karatedo Doshinkan bis heute.

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Hanshi 10th Dan Fujimoto-Stock Masako

15.05.1969 -

Bereits in ihrer Jugend in Japan und später während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten beschäftigte sich Fujimoto-Stock Masako mit verschiedenen Kampfkünsten. Diese Erfahrungen erweiterten ihren Horizont und vertieften ihr Verständnis für die Prinzipien des Budo. Doch erst im Karatedo Doshinkan fand sie den Weg, der ihrer inneren Überzeugung entsprach. Durch die Begegnung mit Hanshi Ichikawa Isao in Japan und später mit Hanshi Ichikawa Nobuo in Österreich fand sie den Weg, dem sie sich bis heute mit ganzer Hingabe widmet.

Während eines Spezialtrainings in Deutschland lernte sie ihren späteren Ehemann, Oswald-Paul Stock, kennen. Mit ihrer Heirat entschloss sie sich, zu ihm nach Österreich zu ziehen. Dort unterrichteten sie gemeinsam Karatedo Doshinkan und leiteten Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Bereits viele Jahre vor ihrer Ernennung zur Hanshi unterrichtete Fujimoto-Stock Masako Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und setzte sich mit großem Engagement für die Bewahrung der traditionellen Lehre des Karatedo Doshinkan ein.

Am 17. Februar 2019 – wenige Wochen vor seinem Tod am 6. März 2019 – bestimmte Hanshi Ichikawa Nobuo seine Schülerin, die damalige Shihan Fujimoto-Stock Masako, zu seiner weltweiten Nachfolgerin und zur nächsten Hanshi, 10. Dan, des Karatedo Doshinkan. Nach seinem Tod wurde diese Ernennung im Rahmen der Generalversammlung am 31. März 2019 in Wien feierlich bestätigt. Dabei erhielt sie als Zeichen ihrer neuen Verantwortung den roten Gürtel und übernahm als Hanshi, die weltweite Leitung des Karatedo Doshinkan.

Mit dieser Nachfolge blieb die direkte Überlieferungslinie des Doshinkan ohne Unterbrechung bestehen. Als erste Frau an der Spitze der Organisation führt Hanshi Fujimoto-Stock die Lehren ihrer Vorgänger fort und bewahrt zugleich die Werte und Grundsätze des traditionellen Karatedo. Nach ihrer Ernennung wurde das Honbu Dojo nach Tirol, verlegt, wo sie bis heute lebt und unterrichtet.

Ganz in der Tradition ihrer Lehrer widmet sich Hanshi Fujimoto-Stock der weltweiten Weitergabe des Karatedo Doshinkan. Sie leitet internationale Spezialtrainings in zahlreichen Ländern und vermittelt dabei nicht nur technische Fertigkeiten und Kata, sondern ebenso die Philosophie, die Prinzipien und die Werte, welche das Herz von Doshinkan bilden.

Mit großer Hingabe und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein führt sie das Vermächtnis ihrer Lehrer fort. Ihr Ziel ist es, Karatedo Doshinkan durch persönliche Unterweisung, Authentizität und die enge Beziehung zwischen Lehrer und Schüler zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.

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Zeitzeugen berichten

Berichte von Zeitzeugen aus aller Welt über ihr Leben mit Karatedo Doshinkan von der Vergangenheit bis in die Zukunft.

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